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Fesselnde Knotenkunst

Es geht um Ästhetik, Körperwahrnehmung und Sensibilität. Da die Partner sich dabei sinnlich nahe kommen, ist der Schritt zu Erotik nicht weit.
Dennoch ist Bondage nicht zwangsläufig ein Vorspiel, sondern ein eigenständiges Ritual, bei dem jede Aktion ganz bewusst ausgeführt wird. Kunstvolles Verschnüren regt die Fantasie an und weckt die Kreativität.
Damit Bondage Spaß macht, müssen beide Partner mit dem Handlungen einverstanden sein und ihrem Gegenüber das entsprechende Vertrauen entgegen bringen. Grenzen, die nicht überschritten werden sollen, müssen vorher eindeutig zur Sprache gebracht und festgelegt werden. Der passive Partner muss sich auf jeden Fall sicher und geborgen fühlen.

Maskenball

Gastgeberin Carine Roitfeld, Chefredakteurin der französischen VOGUE, empfing im Hotel Pozzo di Borgo das Who is Who der Modebranche, darunter die Designer Marc Jacobs, Riccardo Tisci, Gareth Pugh und Jean Paul Gaultier sowie die Models Lara Stone, Natalia Vodianova, Kate Moss, Lily Donaldson und Maria Carla Boscono. Auch Prominente wie Charlotte Casiraghi, Lapo Elkann und Lenny Kravitz waren gekommen, um das Jubiläum mit einem rauschenden Fest zu feiern.

F wie Fetisch

Latexklamotten, hochhackige Stöckelschuhe, Damenstrümpfe und Dessous – es sind offenbar vor allem Männer, die sich für Fetische begeistern können. Von Frauen hört man nie, dass sie für getragene Herrenunterwäsche stolze Beträge zahlen. Für Männer hingegen gibt es hier eine ganze Palette von Angeboten im Internet oder in speziellen Magazinen. Manche Kerle scheinen durch Fetische sogar leichter und schneller erregt zu werden als durch eine Frau selbst. Schon vor vielen Jahrzenten stellte deshalb der österreichische Schriftsteller Karl Kraus fest: »Es gibt kein unglücklicheres Wesen unter der Sonne als einen Fetischisten, der sich nach dem Frauenschuh sehnt und mit einem ganzen Weib vorliebnehmen muss.«

Natürlich gibt es auch weibliche Fetischisten – Frauen, die beispielsweise vom Anblick eines Waschbrettbauchs in Ekstase versetzt werden. Aber am ausgeprägtesten zeigt sich dieses Phänomen tatsächlich bei Männern. Woran liegt das? Bei der Antwort auf diese Frage kann uns ein berühmtes Experiment des russischen Forschers Iwan Petrowitsch Pawlow helfen. Pawlow stellte fest, dass bei Hunden der Speichel zu fließen begann, sobald man einen Napf mit Futter vor sie hinstellte. Keinen Speichelfluss hingegen gab es zum Beispiel als Reaktion auf das Läuten eines Glöckchens. Wenn man aber während des Fütterns oder direkt danach ein Glöckchen läutete, begannen die Hunde bald schon zu sabbern, sobald sie den Klang des Glöckchens hörten, selbst wenn weit und breit von Futter nichts zu sehen war. Die Hunde hatten also gelernt, dieses Geräusch als Signal dafür wahrzunehmen, dass es bald etwas zu fressen gab. Pawlow bezeichnete diesen Vorgang als Konditionierung.